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Da hab ich heute ´ne Schlagzeile gelesen: „In den USA untersuchen forschende Hunde“. Wow, dachte ich, In den USA untersuchen forschende Hunde! Was ist das denn für eine Scheiß-Schlagzeile?

Ich meine, gut, dass Hunde intelligente Tiere sind, will ich gar nicht bestreiten. Aber so intelligent? Das hätte ich jetzt nicht erwartet.

Lassie und Rintintin jedenfalls sah ich noch nie im weißen Kittel mit Reagenzgläsern in der Pfote über den Bildschirm laufen. Und die kläffende Töle, die jeden Tag hinter meinem Fahrrad her rennt, macht auch nicht den Eindruck, als wollte sie mit mir die Relativitätstheorie diskutieren.

Und vor allem: Was untersuchen die? Das hätte man ja freundlicherweise mal dazu schreiben können. Ich hab ja einen Verdacht:


Die untersuchen uns!


Vielleicht sind wir in Wahrheit die Versuchskaninchen unserer Haustiere. Hunde können ja Schallwellen hören, die für uns unhörbar sind. Auf den Frequenzen tauschen sie sich vielleicht über ihre angeblichen Besitzer aus.

Da sagt der eine dann „Mein Exemplar ist bedingt lernfähig. Wenn ich lang genug an der Tür scharre, öffnet er sie für mich.“ Und der andere: „Meiner ist nicht so intelligent. Ohne Leine würde der nicht mal den nächsten Baum finden,“

Sie haben uns ja sogar beigebracht, dass wir ihren Kot wegbringen. Früher war das ein Job für die untersten Haussklaven. Bei Katzen ist es sogar noch klarer. Da gibt es eine schöne Karikatur, in der man einen Hund und eine Katze sieht, wie sie an uns denken.
Der Hund denkt: „Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie geben mir ein Zuhause – sie müssen Götter sein.“
Und die Katze: „Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie geben mir ein Zuhause – ich muss ein Gott sein!“

Aber Moment mal: Beim zweiten Lesen sehe ich, es geht gar nicht um forschende Hunde – sondern um Forschende! Also um korrekt gegenderte Forscher und noch forscher… Pardon: Forscherinnen!

Und die untersuchen also Hunde. Okay, das macht jeder Tierarzt. Nur diese Forschen (der Artikel „-den“ ist männlich konnotiert, deshalb lasse ich ihn weg) untersuchen Hunde, die schon tot sind! Und wollen damit herausfinden, wie die Tiere überhaupt nach Amerika gekommen sind. Das Ergebnis:


Amerika ist ein tierisches Einwanderungsland!


Aus Ostasien, Sibirien, Europa, sogar aus der Arktis – von überall kamen sie. Es gab richtige Wellen von immigrierenden Hunden. Schlau wie sie sind, kamen sie zuerst aus dem Norden. Da hätte auch Trump´s Mauer sie nicht stoppen können.

Und natürlich kamen sie nicht allein: Neben Flöhen und Zecken brachten sie in aller Regel auch Menschen mit. So intelligent scheinen Hunde also auch wieder nicht zu sein.


1 Kommentar

Rosalie · 19. November 2021 um 15:43

Achso!!!! Warum lässt man nicht Schweine forschen?

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