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Die NATO ist mitschuldig am Krieg in der Ukraine!

Das sagt zumindest der Papst, und der kann bekanntlich alles, außer sich irren. Mit-schuldig heißt ja, dass auch noch jemand anders schuldig ist, aber wer das sein könnte, da fällt ihm beim besten Willen einfach niemand ein.

Die Schuld der NATO liegt vor allem darin, dass sie sich über die Jahre erweitert hat. Sie sollte sich ein Beispiel an der katholischen Kirche nehmen: von „Erweiterung“ kann bei der schon lange keine Rede mehr sein.

Der Papst sagt sowas natürlich nicht einfach so. Nein, er spricht in Gleichnissen: „Die NATO bellt an Russlands Tür“, so Väterchen Franz.

Wenn ein Hund an der Tür bellt, will er meist hereingelassen werden. Die NATO wollte also zu Putin in den Kreml, aber der ließ sie nicht hinein. Dafür ließ die NATO andere bei sich rein, was wiederum Putin nicht so gut fand.

Die NATO ist demnach sowas wie ein sehr schlechter Wachhund – und Putin sein Herrchen. Aber vielleicht wollte sie ja gar nicht zu Putin rein. Vielleicht musste die NATO nur dringend Gassi.

Das schreit natürlich nach Sanktionen gegen den Vatikanstaat und seinen absolutistischen Autokraten. Die EU diskutiert schon über ein strenges Myrrhe- und Weihrauch-Embargo. Bei Gold ist man sich noch nicht so eilig, das könnte länger dauern.

Wahrscheinlich muss der Papst das sagen. Wahrscheinlich ist der Vatikan einfach abhängig von russischem Öl. Einige Priester suchen aber schon nach Wegen, sich davon unabhängig zu machen: Sie geben die letzte Ölung nur noch mit Bio-Diesel. 


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