Bild: Gerd Altmann

Der Blog-Partei ist brisantes Material zugespielt worden aus der täglichen Kommunikation deutscher Ministerien. Lesen Sie hier die ungekürzte Wahrheit

A: Außenministerium, Vorzimmer?

I: Ja grüß Gott, hier ist das Innenministerium. Wir brauchen von Ihnen noch einen aktuellen Lagebericht. Wie schaut´s aus?

A: Großartig! Ein glänzender Sieg auf der ganzen Linie! Der Herr Minister plant noch heute vor Ort zu landen und zu der jubelnden Menge zu sprechen.

I: Was willer? Seit´s ihr narrisch? I denk die Regierung ist geflohen?

A: Die alte vielleicht. Jetzt kommen wir!

I: Aber was is mit die Taliban?

A: Die was bitte?

I: Na die Gotteskrieger, die religiösen Fanatiker.

A: Die sind doch abgewählt.

I: Abgewählt? Kruzifix, seit wann wird in Afghanistan denn gewählt?

A: Ach Afghanistan, wen interessiert denn Afghanistan? Ich rede von unserem großen Wahlsieg!

I: Wahlsieg, so a Schmarrn. Sie mit ihren 25,7%. Vor acht Jahren nannten Sie das gleiche Ergebnis noch eine bittere Niederlage.

A: Von wegen 25. 36,7% hat der Herr Minister geholt. 8% mehr als ihr Herr Altmaier. Das ist der direkte Wahlsieg.

I: Ah geh, das war im Saarland. Was gab es da schon zu wählen? Die Grünen bekamen keine eigene Liste zustande und den Linke-Kandidaten wählt nicht einmal Oskar Lafontaine.

Die ABC-Frage

A: Trotzdem gewann der Herr Minister das Direktmandat.

I: Na und? Das tat Andi Scheuer auch. Und sooo erfolgreich war ihr Herr Maas jetzt auch nicht.

A: Bitte? Haben Sie eine Ahnung, wie schwer dieses Amt ist. Allein schon die ABC-Frage. Jeden Morgen wieder diese schreckliche ABC-Frage…

I: ABC-Frage? Äääh… Afghanistan, Brüssel und China?

A: Armani, Brioni oder Cerutti! Aber weswegen riefen Sie nochmal an?

I: Ja wegen dieser Ortskräfte. Da haben´s ja jetzt einige leider doch zu uns rüber geschafft. Als ob wir net genug Probleme hätten mit den 8 IS-Frauen, die jetzt kommen. IS steht ja net grade für „irre sexy“, hahaha!

A: Sehr witzig!

I: Na, jedenfalls, da wollten wir mal fragen, also:
muss das wirklich sein?
Wer sind die?
Was wollen die?
und wie werden wir die wieder los?

A: Ach, diese armen Menschen hat ja der Herr Minister persönlich gerettet. Also muss das natürlich sein. Und wer das sind? Das sind Afghanen. Aber gute Afghanen. Die haben alle für uns gearbeitet. Dafür wollen sie jetzt in Deutschland bleiben.

I: Na da soll doch gleich, also, da könnt´ ja jeder…

A: Bitte? Also Sie wissen Bescheid, veranlassen Sie alles Nötige.

Sign here


I: Den Teufel werd´ ich. Die sollen erstmal ihren Asylantrag stellen.

A: Wieso denn Asylantrag? Die könnten doch einfach eine Aufenthaltserlaubnis bekommen. Das wäre schneller, einfacher und sicherer für sie.

I: Freilich, das wissen Sie und das weiß ich, aber die wissens net. Mit der Erlaubnis würden wir die ja nie wieder los. Also legen wir ihnen gleich den Asylantrag vor, sagen „sign here“, und schon ist sie futsch, die Aufenthaltserlaubnis.

A: Und wenn einer nicht unterschreiben will?

I: Das sehen wir dann schon. Wir haben die Herrschaften ja in unserem Lager. Aber wenn sie lieber mit ihrer Familie auf der Straße landen wollen, dann stehen wir dem nicht im Wege. Ganz wie es ihrer Kultur entspricht.

A: Und dann?

I: Dann tut´s mir natürlich leid. Aber ohne Asylanspruch und ohne festen Wohnsitz, da sitzen sie bald wieder im Flieger in die Heimat.

A: Tragisch, tragisch. Da muss ich gleich den Herrn Minister informieren. Der Herr Minister wird tun, was zu tun ist.

I: Etwa die Abschiebung stoppen?

A: Nein! Aber den dunklen Anzug dazu anziehen.


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