Bild: Mohammed Syafrani, syafrani_jambe, Pixabay
Was war das wieder für eine Aufregung über die Linke in Niedersachsen. Dabei hat die doch nur einen Antrag beschlossen, der den „real existierenden Zionismus“ ablehnt.
Der Zionismus, also die Bewegung für einen jüdischen Staat, ist bekanntlich die Ursache für die Existenz des Staates Israel. Die wiederum wird gern als „deutsche Staatsräson“ bezeichnet. Aber nicht von den Linken! Sie seien jetzt „der erste antizionistische Landesverband“, tönten die Genossen in Niedersachsen stolz.
Aber kein Grund zur Aufregung – war nämlich alles gar nicht so gemeint!
Schließlich, so die Linke, habe man nur den „real existierenden“ Zionismus abgelehnt. Zionismus an sich sei schon ganz ok, nur existieren darf er nicht. Um das zu verstehen, muss man wohl die Linke kennen. Das ist nämlich wie mit dem Sozialismus: Seit der real nicht mehr existiert, kann man ihn plötzlich wieder ganz prima finden. Jedenfalls, wenn man bei der Linken ist und aus dem Westen (oder unter 35).
Der Landesverband der Partei findet den Antrag „eigentlich differenziert“ und tut „überrascht, dass der Beschluss so hohe Wellen schlägt“. Er verteidigt sich damit, man sei ja „nicht gegen Juden in Deutschland“ und legitimiert damit stillschweigend Hass auf Israel.
Den findet man auch an der Basis.
So gehört zu den Bürgermeister-Kandidaten der Linken bei der kommenden Kommunalwahl in Niedersachsen u. a. Yunus Canar. Eigentlich scheint Canar bestens integriert: Fußballverein, Jugendarbeit, ein Mann, „der aktiv die Initiative ergreift“, wie Parteifreunde meinen.
Leider tat er das auch bei einer Veranstaltung zum „Al-Quds-Tag“, der vom iranischen Regime für Propaganda-Events gegen Israel erfunden wurde. Canar hat sie moderiert und es damit bis in den hessischen Verfassungsschutzbericht gebracht.
Außerdem nahm er an Gedenkveranstaltungen zum Tod des iranischen Generals G. Suleimani teil, der für tödliche Anschläge im Irak und Syrien verantwortlich war. Canars Kreisverband hat trotzdem „keinen Zweifel, dass Canar die Grundsätze der Partei respektiert“. Was für Grundsätze das sind, kann man sich denken. Links ist eben immer da, wo der Daumen rechts ist. Und wenn es um Israel geht, zeigt der Daumen schnell nach unten.
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