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Ist Ursula von der Leyen frauenfeindlich? Sie führt zumindest schon sehr lange Zeit eine Organisation, in der Frauen weniger verdienen als Männer. Das ist ungleich und damit ungerecht. Oder nicht? Der Gender Equality Index der EU enthält interessante Erkenntnisse.
Frauen verdienen im Schnitt 74% des durchschnittlichen Einkommens männlicher Kollegen. Das klingt nach beschämend wenig und passt zu dem gängigen Klischee männlicher Dominanz. Dafür arbeiten sie laut equality index aber auch nur 69% vom männlichen Arbeitspensum. Hier ist natürlich nur „richtige“ Arbeit gemeint, bezahlte Lohnarbeit also. Nach Leistung würden sie demnach sogar zu gut bezahlt. Aber wir wollen mal nicht so sein.
Mehr schockierende Wahrheiten
Sie sind, man(n) ahnte es schon lange, scheinbar auch nicht so sonderlich klug: ihr Wissen entspricht nur zu 57% dem von Männern. Es kann natürlich auch sein, dass Frauen andere Dinge wissen, aber welche sollten das schon sein? Also ich wüsste keine.
Da wundert es auch nicht mehr, wenn sie nur 40% der Macht besitzen. Nur was ihre Gesundheit angeht, kommen sie fast an die Männer heran: nur 13% beträgt hier der Unterschied.
Das kann auch daran liegen, dass sie wenig zur Gewalt neigen: ihr Gewaltpotential beträgt nur ein Drittel dessen, wozu Männer fähig sind. Vielleicht haben sie dazu auch einfach keine Zeit: nur zu 65% besteht Gleichheit beim Faktor Zeit.
Und bei uns?
In Deutschland ist die Arbeit nur zu 64% gleich verteilt, das Geld entsprechend zu 68% und die Zeit zu 61%. Die Machtverteilung ist immerhin zu 47,5% ausgeglichen, Merkel und Frauenquote sei Dank.
Insgesamt zeigt dieser Index Frauen, wie wir sie kennen und lieben: Friedliche, freundliche und kerngesunde Wesen, die ohne groß nachzudenken ihren bescheidenen Teil leisten und dafür von uns großzügig belohnt werden. Es sei ihnen gegönnt.
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