Bild: KI-generiert, Pixabay
Die Regierung hat wieder einmal unsere Gesundheit reformiert und auch schon einen Dummen Minister gefunden, der für die absehbaren Folgen den Kopf hinhält. Was das Volk davon hält, verrät dieser zufällig aufgeschnappte Dialog zweier Patienten.
A: (Hustet laut)
B: Na, das hört sich aber gar nicht gut an.
A: Ich weiß. Ich bin schwer erkältet.
B: Nein, ich meine das hört sich aber noch gar nicht gut gespielt an. Das sollten Sie zuhause noch etwas üben.
A: Gespielt? Das ist nicht gespielt. Ich sage doch, ich bin schwer erkältet.
B: Was? Und was machen Sie dann hier?
A: Was ich hier mache? Ich bin krank, ich brauche einen Krankenschein.
B: Na und? Ich setzte mich doch nicht in ein Wartezimmer, zwischen lauter fremde Leute, wenn ich weiß, dass ich krank bin. Das wäre doch unverantwortlich! Da machte ich mich ja zum Super-Spreader!
A: Aber was soll ich denn machen? Sie sitzen doch auch hier.
B: Ja, mir fehlt ja auch nichts. Ich bin ja nur hier wegen meinem Kumpel, dem Schorsch.
A: Ach, man kann auch für andere… Interessant. Was hat ihr Freund denn?
B: Wenn sie mich fragen, akuten Samenstau, hahaha! (B lacht herzlich, A nicht)
Der Schorsch heiratet. Morgen ist Junggesellenabschied. Da muss ich fit sein.
A: Und deswegen gehen Sie heute schon zum Arzt?
B: Ja wann denn sonst? Wie gesagt, morgen hab ich keine Zeit. Und den Rest der Woche brauche ich zum Regenerieren.
A: Und der Arzt macht das mit?
B: Natürlich, der will mich doch auch nicht jeden Tag am Hals haben. Sie sehen ja, das Wartezimmer ist voll. Auf eine Schnapsleiche mehr kann er da gerne verzichtet. Er braucht ja auch noch etwas Zeit für die Kranken.
A: Ich verstehe. Sie nehmen ihm also Arbeit ab und helfen zugleich den Kranken – nur durch krankfeiern. Aber was sagt denn ihr Chef dazu?
B: Für den ist es gleich, ob er einen Krankenschein für die Woche bekommt oder fünf. So kann er wenigstens verlässlich planen. Wenn er jetzt heute einen großen Auftrag bekommt, weiß er gleich, aha, diese Woche – vergiss es!
A: Also eine win-win-win-Situation.
Assistentin (kommt herein) Der nächste , bitte!
A: Gehen Sie ruhig vor. Ich gehe nochmal nach Hause und übe an meinem Husten. Es soll ja für eine Woche reichen.
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